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8,33-kHz-Umrüstung: Der Countdown läuft

Stichtag ist der 31. Dezember 2017

 

Bis zum 1. Januar 2018 müssen alle im Zuständigkeitsbereich der EASA registrierten Flugzeuge ein 8,33-kHz-Funkgerät an Bord haben. TQ verrät, was Sie mit Blick auf die Umrüstung jetzt wissen müssen – und weshalb Sie nicht allzu knapp planen sollten. 

 

Das Thema 8,33 kHz ist seit Jahren ein Dauerbrenner in der europäischen Luftfahrt. Mit Blick auf den wachsenden Luftverkehr drängte die Flugsicherung bereits Anfang des Jahrtausends auf eine engere Staffelung der Kanäle im Flugfunk. Bereits 2008 gab es einen Anlauf von europäischer Seite, die Pflicht zur Umrüstung auf Flugfunkgeräte mit reduziertem Kanalabstand auf breiter Front umzusetzen. Damals konnten die Verbände der Allgemeinen Luftfahrt noch einen Aufschub erreichen. Schritt für Schritt traten die neuen Regeln dann zunächst für IFR-Flugzeuge, dann auch für Neu- und Importflugzeuge in Kraft.

Spätestens am 1. Januar 2018 muss jetzt auch die Masse der bestehenden VFR-Flugzeuge in Europa umgerüstet werden. Ausnahmen gelten dann nur noch für staatliche Luftfahrzeuge von Polizei, Zoll und Militär. Grundlage ist die Durchführungsverordnung (EU) Nr. 1079/2012.

 

Aus technischer Sicht ermöglicht das 8,33-kHz-Raster im Vergleich zur alten 25-kHz-Staffelung eine Verdreifachung der verfügbaren Frequenzen. Betroffen von der Umrüstpflicht sind auch die Bodenstationen an den Flugplätzen im Land.  

 

Auch für manchen IFR-Piloten könnte sich noch eine Änderung ergeben. Bislang reichte für Deutsch zugelassene IFR-Flugzeuge ein 8,33-kHz-Gerät an Bord. Ab dem 1. Januar 2018 müssen alle bei IFR-Flügen an Bord befindlichen Sprechfunkgeräte den aktuellen 8,33-kHz-Kanalabstand beherrschen. Kombinierte NAV/COM-Geräte mit altem Frequenzraster dürfen zur Nutzung des NAV-Teils nur dann installiert bleiben, wenn auf COM die Notfrequenz fest eingestellt ist.

 

Halter, die ihr Flugzeug noch nicht umgerüstet haben, sind jetzt gefordert, zeitnah zu agieren. In vielen Werften dürften die Termine für den Umbau im Jahr 2017 knapp werden. Von knapp über 102.000 in Europa registrierten Flugzeugen bis 5,7 t MTOW und Ballonen waren Ende 2016 rund 70.000 noch nicht umgerüstet. Stimmt sich der Pilot mit einem Prüfer ab und verfügt über das notwendige Fachwissen, kann der Umbau in vielen Fällen auch in Eigenregie erfolgen. Oft müssen jedoch Kabelbäume erneuert und Antennen getauscht werden. Der Papierkrieg hält sich dabei dank CS-STAN in Grenzen und erfordert in den meisten Fällen kein Minor Change für das betreffende Flugzeugmuster.

 

In jedem Fall erfolgt abschließend eine Abnahme durch einen Prüfer, außerdem müssen einige Formalitäten erledigt werden. So ist nach erfolgter Umrüstung ein Antrag auf Änderung der Frequenzzuteilung bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) zu stellen – das kann ein bis zwei Wochen in Anspruch nehmen.

 

TQ hat mit dem Dittel KRT2 ein zertifiziertes 8,33-kHz-Flugfunkgerät mit neuester Digitaltechnik im Angebot. Sein geringes Gewicht von nur 360 Gramm, das kompakte Einbaumaß und seine niedrige Stromaufnahme machen das KRT2 zum idealen Funkgerät für Segelflugzeuge und ULs mit 57-mm-Einbauschacht sowie für Ballone. Darüber hinaus ist das KRT2 für den Einbau in Motorflugzeuge einschließlich IFR-Betrieb zugelassen. Es bietet viele Features, die sich im fliegerischen Alltag bewährt haben, allen vorweg das sogar unter intensiver Sonneneinstrahlung klar ablesbare Farbdisplay. Speziell für Segelflieger gibt es die Möglichkeit, das KRT2 mit aktuellen Segelflugrechnern zu verbinden und die „Nearest Airport“-Funktion zu nutzen, wobei die Frequenz mit Name des angewählten Flugplatzes dann auf der Standby-Position erscheint und nur noch aktiviert werden muss. Die Dual-Watch-Funktion ermöglicht es, zwei Frequenzen gleichzeitig zu überwachen. Für Vereine hilfreich ist die Möglichkeit, bestimmte Unterfunktionen des Menüs zu sperren. Das KRT2 bietet eine einfache und intuitive Bedienung, die ein Studium der Bedienungsanleitung fast überflüssig macht. TQ bietet das Dittel KRT2 für 1350 Euro inklusive Mehrwertsteuer an – das nimmt der Umrüstung dann auch ihren finanziellen Schrecken.  

 

Weitere Informationen finden Sie auch auf folgenden Websites

Antrag auf Änderung der Frequenzzuteilung:

http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1412/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Unternehmen_Institutionen/Frequenzen/SpezielleAnwendungen/Flugfunk/Flugfunk-node.html


Durchführungsverordnung (EU) Nr. 1079/2012:

http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2012:320:0014:0024:EN:PDF